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Was ist das
Bionic Learning Network?

Nachdem sich Festo seit Anfang der 90er Jahre intensiv mit dem Thema Bionik beschäftigt hat, gründete das Unternehmen 2006 das Bionic Learning Network. Das Bionic Learning Network ist eine Kooperation von Festo mit renommierten Universitäten, Forschungsabteilungen und kleinen innovativen Unternehmen. Mit dem Bionic Learning Network nutzt Festo einen “bionischen” Ansatz zur Problemlösung in der Automatisierungsbranche. Das Bionic Learning Network ist eng mit den Innovationsprozessen im Unternehmen Festo verzahnt. Nun möchte Festo die Welt der Bionik mit dem Bildungssektor zusammenbringen, um das Arbeiten in interdisziplinären Projektteams sowie problemorientiertes Lernen und Kreativität bereits in der Schule zu fördern.

Klicke hier, um mehr über das Bionic Learning Network zu erfahren. Klicke hier, um die Bionik-Projekte von Festo zu erkunden!

Bionic Thinking

Entdecke, was man von Tieren lernen kann und wie beispielsweise das Gelernte von dem Bionic Learning Network Team bei Festo in der Industrie angewendet werden kann.

Wie sehen Konstruktionsprozesse bei Ingenieuren aus?

Ingenieure nutzen den Konstruktionsprozess bei der Lösung von Problemen oder der Entwicklung von Produkten. Der erste Schritt im Designprozess besteht darin, die Bedürfnisse zu identifizieren: Wer braucht was und warum? In dieser Phase hilft es, aus den Erfahrungen anderer zu lernen. So ist es sehr wichtig, einige Hintergrundforschungen zu bestehenden Lösungen für ähnliche Probleme durchzuführen. Im nächsten Schritt gilt es mögliche Lösungen zu finden und zu entwickeln. Danach wird eine Lösung ausgewählt, die den Designanforderungen entspricht. Daraufhin wird ein Funktionsmuster der Lösung erstellt, getestet und ausgewertet. Der Designprozess beinhaltet dann mehrere Iterationen (= Korrekturschleifen) und sogenannte Redesigns (= Anpassungen der Lösung). Tests, Redesign und Änderungen sind Teil des Prozesses zur Erstellung des Endprodukts.

In allen Phasen des Designprozesses ist es wichtig, dass die Teammitglieder zuversichtlich bleiben und sich nicht entmutigen lassen – besonders in den frühen Phasen des Prototypenbaus, wenn man die ersten Entwürfe mit Kollegen teilt.

Schaut das Video an, um einige der Phasen des Konstruktionsprozesses während der Entwicklung der bionischen Ameisen „BionicANTs“ in der Praxis zu sehen.

Unser interdisziplinäres Team

Neben unserem innovativen “bionischen” Problemlösungsansatz ist die Zusammenarbeit der interdisziplinären Teammitglieder des Bionic Learning Network entscheidend für unseren Erfolg.

Das Kernteam des Bionic Learning Network besteht aus Ingenieuren, Designern, Informatikern, Biologen und Roboterspezialisten. Unser Team arbeitet auch intensiv mit externen Partnern aus aller Welt zusammen. Dieser interdisziplinäre Ansatz bietet neue Perspektiven und Inspiration. Wir lernen voneinander und verstehen, wie die verschiedenen Disziplinen zusammenwirken und miteinander verbunden sind.

Teams unterscheiden sich in Bezug auf ihre Aufgaben und die Rolle, die jedes Teammitglied innehat. Unsere Teams erfüllen eine Vielzahl von Aufgaben: Von der Generierung innovativer Ideen über die Problemlösung bis hin zur Entwicklung neuer Produkte. Wenn unser Team gemeinsam an Bionik-Projekten arbeitet, trägt jeder von uns zur Effektivität des Teams bei, denn wir nutzen unsere Stärken und kennen unsere Schwächen.

Wir setzen Teams nach den benötigten Kompetenzen zusammen und suchen entsprechend geeignete Teammitglieder aus. So schaffen wir es, gute Teams für ein bestimmtes Projekt zu bilden. Bei der Auswahl eines interdisziplinären Teams für ein Bionik-Projekt fragen wir uns immer: “Wer sind die Besten für das jeweilige Projekt?”

Auch wenn unsere Teammitglieder alle einen technischen oder naturwissenschaftlichen Hintergrund haben und über ähnliche Persönlichkeitsmerkmale verfügen, suchen wir beim Aufbau unseres interdisziplinären Teams nach Personen, die in bestimmten Eigenschaften stärker sind, und damit das jeweilige Bionik-Projekt bereichern. Wir bezeichnen die Rollen des Kernteams als “der Macher”, “der Beobachter”, “der Analyst” und “der Kreative”.

Der Persönlichkeitstest zum Teambuilding kann auch klassisch mit Papier und Stift durchgeführt werden. Um Deine Auswahl auf Papier festzuhalten, klicke hier.

Mit Hilfe der Natur Teams bilden

Macht den Test und bildet Teams mit Hilfe der Natur

Sucht Euch Eure Teammitglieder zum gemeinsamen Zusammenbau der Tierroboter mithilfe eines Persönlichkeitstests aus, indem ihr die persönlichkeitsprägenden Eigenschaften zur optimalen Teamzusammensetzung identifiziert. Wir haben uns einen lehrreichen, aber auch spaßigen Weg ausgedacht, diesen Prozess zu unterstützen, indem wir die Natur nutzen, um Persönlichkeitsmerkmale zu identifizieren und in die Rollen: “Der Macher”, “Der Analyst“, “Der Beobachter” oder “Der Kreative” einzustufen. Dies sind die Kernkompetenzen unseres interdisziplinären Teams im Bionics Learning Network.

Mit diesem Test könnt ihr sehen, welche Rolle am besten zu euch selbst und euren Teamkollegen passt.

Auf den nachfolgenden Seiten werden jeweils zwei Tiere gezeigt. Diskutiert die Eigenschaften jedes Tieres. Was haben sie gemeinsam? Was sind die wesentlichen Unterschiede?

Klicke nach der Diskussion auf das Tier, das Dir am besten gefällt. Danach werden einige der herausragenden Merkmale der Tiere offenbart. Habt Spaß dabei. Am Ende wird Dein Persönlichkeitsmerkmal enthüllt!

Die einzelnen Rollen in interdisziplinären Teams

Mit dem Testergebnis kannst Du nun hier nachschauen, welche Rolle Du bist und erfahre mehr darüber, welche Fähigkeiten und Kompetenzen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team bestenfalls benötigt werden.

Der Macher

“Der Macher” ist ein echter Tüftler und bringt alles zum Laufen! Er oder sie ist kreativ und verfügt über ausgeprägte Kommunikations- und Problemlösungsfähigkeiten, die für die Entwicklung von Maschinen und Anlagen genutzt werden können.

Ob Konzeptentwicklung oder Produktgestaltung, “der Macher” setzt eine Vielzahl von Werkzeugen ein. Die meisten Produkte bestehen aus verschiedenen Teilen und aus unterschiedlichen Materialien. „Der Macher“ muss daher die funktionalen Anforderungen und Materialeigenschaften verstehen, um ein Produkt so zu gestalten, dass es funktioniert.

“Der Macher” spielt eine wichtige Rolle im Prototypenbau. Er nutzt 3D-Drucker oder Fräsmaschinen zur Prototypenfertigung. Bei der Entwicklung eines Prototyps muss “der Macher” die verschiedenen verfügbaren Werkzeuge und die vielen Verfahren zur Herstellung verschiedener Teile innerhalb einer Konstruktion verstehen.

Du kannst als “Macher” agieren und mit einfachen Werkzeugen, Materialien und Komponenten schnell einen Prototyp erstellen. Wichtig ist, dass Dir der Prototyp dabei hilft, von der Idee in die Realität zu gelangen.

 

Der Analyst

“Der Analyst” denkt analytisch und ist sehr strukturiert, ein begabter Programmierer und äußerst präzise in seiner Arbeit. “Der Analyst” stellt immer Fragen. Er oder sie kann Probleme herausfinden und nach den Fakten suchen.

Im Team unseres Bionic Learning Network ist “der Analyst” die Person, die unsere Designkonzepte zum Leben erweckt. Dieses Teammitglied ermöglicht, dass technische Produkte dank der Kombination von Elektronik und Softwareanwendungen komplexe Funktionen haben.

Denkt an die intelligenten Geräte von heute: Sie bestehen aus Elektronik, Hardware und Kommunikationsfähigkeiten, die es uns ermöglichen, uns miteinander und mit anderen intelligenten Geräten zu verbinden und zu interagieren. Aber was macht sie schlau? Jemand muss sie programmieren und gleichzeitig die Einschränkungen der Hardware und die Schnittstellenanforderungen an die Komponenten und den Endbenutzer verstehen.

Je nach Hardware und Funktionalität kommen unterschiedliche Programmsprachen zum Einsatz. C++, Java und Python sind einige der Sprachen, in denen Informatiker Lösungen entwickeln.
Wenn Du ähnliche Aufgaben wie unser “Analyst”-Teammitglied erleben möchtest, kannst Du mit grafischen Programmiertools oder Open-Source-Plattformen mit eigenem Software-Editor (wie Arduino) beginnen und eigene Elektronikprojekte aufbauen.

Der Beobachter

“Der Beobachter” hat den starken Wunsch, die Umwelt zu verstehen und die Strategien der Lebewesen zu erforschen. Beobachtungen tätigen und auf die Welt der Technik zu übertragen, sind integrale Bestandteile seiner Rolle im Team. Während des Entwicklungsprozesses ist die Fähigkeit zur Reflektion und analytisches Denken der Schlüssel zur Problemlösung. Die richtigen Fragen zu stellen und Probleme zu definieren, ermöglicht es dem Team, Lösungen und Prototypen richtig zu entwerfen und umzugestalten. Diese Schritte sind Teil des Konstruktionsprozesses, der die Entwicklungsteams bei der Problemlösung unterstützt.

In unserem Team dokumentiert “der Beobachter” konsequent unseren Fortschritt, inklusive aller Testergebnisse – egal ob es erfolgreich war oder nicht. So können wir auf diesem Weg Verbesserungen vornehmen. Videos, Zeichnungen und Berichte sind Teil des Prozesses, der für die erfolgreiche Entwicklung unserer Bionik-Projekte erforderlich sind.

Auch Du kannst als “Beobachter” auftreten, indem Du im Internet recherchierst oder Experimente durchführst und die Ergebnisse entsprechend dokumentierst und präsentierst.

 

Der Kreative

Phantasie entfacht Kreativität! “Der Kreative” ist phantasievoll und inspiriert. Er oder sie hat die Fähigkeit, das zu entwerfen und zu erschaffen, was man sich vorher vorgestellt hat.

Das Universum inspiriert “den Kreativen”. Ein wahrer Ästhet und kreativer Mensch, der viele Dinge anders sieht, ständig auf der Suche nach neuen Inspirationsquellen für seine/ihre Arbeit ist und ständig neugierig auf neue Materialien und Stoffe ist. In unserem Team wirft “der Kreative” bei einem Brainstorming zuerst eine Idee auf. Gemeinsam analysiert das Team mögliche Lösungen und wählt dann die beste aus, die den Designanforderungen entspricht. Wenn Du Dich fragst “Was wäre wenn?” und “Warum nicht?”, dann passt du am besten in die Rolle des “Kreativen” in einem Team.

Versuche, deine Ideen zu sammeln, die besten aus deiner Liste zu identifizieren und zu bewerten, um zu sehen, ob sie dem gewünschten Ziel entsprechen. Dann kannst Du einige einfache Prototypen entwerfen und diese deinen Freunden oder deiner Familie präsentieren. Denke daran: Jede Idee ist nichts ohne eine reale Verwirklichung. Und einige sind wie kleine Pflanzen, die leicht von anderen zertrampelt werden können, die sich nicht vorstellen können, dass sie eines Tages wachsen könnten.